Der Glasturm

Robert Niederer ist zuversichtlich und investiert in die Zukunft: Im Jubiläumsjahr 2017 baut er mit Hergiswiler Unternehmen (CES Bauingenieure/Werner Keller, Metallbau/Poli Bau, Bauunternehmung) unter der Leitung der Luzerner Architekten Boog Leuenberger und Partner einen 20 Meter hohen Glasturm am See. Die Turm-Fassade ist mit eigens in der Glasi von Hand gegossenen rund 700 Glasplatten ausgestattet. «Wir möchten zeigen, dass wir aus Hergiswiler-Glas mehr als ‹nur› Vasen, Schalen, Teller, Trinkgläser und so weiter machen können», sagt Robert Niederer.

Der Glasi-Turm kann nicht bestiegen werden. Hingegen kann man im Innern durch Kaleidoskope die Landschaft in anderer Form betrachten. Man sieht über den Vierwaldstättersee zu anderen Ufern, wo früher ebenfalls noch Glashütten standen (Horw, Küssnacht) und man sieht den See selbst, welcher damals für die Energiezufuhr (Holz) und den Warentransport eine wichtige Rolle spielte. Und vielleicht sieht man auch ein wenig Zukunft oder lässt sich ganz einfach vom Spiel des Kaleidoskops verzaubern.

Robert Niederer sieht im Turm aber auch ein würdiges Denkmal für die Gründer der Glasi (Familien Siegwart) und für die Zeit, in welcher in zwei Generationen Niederer eine Glashütte entstand, welche weltweit wohl einzigartig ist. Und der Turm ist auch das Monument, welches wegweisend in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft der Glasi blickt.